kfz, Auto, PKW, LKW, Bus, Boot, Motorad, Anhänger, Unfallgutachten, Schadensgutachten, Wertgutachten, Gutachter , Sachverständiger, Starnberg
FAQ

 

 

Haftpflichtschaden

Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher verpflichtet, dem

Unfallopfer gemäß § 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den er

unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie er

stehen würde, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre.

 Im Haftpflichtschadenfall tritt Kraft Gesetzes an die Stelle des

Schädigers die Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten (§ 3

Pflichtversicherungsgesetz). Beim Haftpflichtschadensfall werden

Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Hiervon klar zu

unterscheiden, sind vertragliche Ansprüche aus der eigenen

Kaskoversicherung.

1. Freie Wahl eines Kfz-Sachverständigen

2.Freie Wahl eines Rechtsanwaltes

3. Freie Wahl der Reparaturwerkstätte

4.Wahlweise Erstattung der Reparaturkosten

5. Freie Wahl bei der Beschaffung eines Mietwagens bei eindeutiger

Rechtslage sind sämtliche Kosten für die oben genannten Leistungen

Teil des Gesamtschadens und müssen von der gegnerischen

Versicherung in vollem Umfang beglichen werden.

Der Geschädigte benötigt keine eigene Rechtschutzversicherung um z.B.

einen Rechtsanwalt für die Abwicklung obiger Forderungen zu

beauftragen.

Der Geschädigte kann die gesamte Abwicklung selbst veranlassen und

ist nicht verpflichtet vorher Kontakt zur Versicherung des Unfallgegners

aufzunehmen, noch hat er die Pflicht irgendwelche Zustimmungen der

gegnerischen Versicherung abzuwarten.

Kaskoschaden

Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst

verschuldeten Unfall gemäß den Versicherungsbedingungen Anspruch

auf Ersatz der unfallbedingten Schäden.

Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die

streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im

Haftpflichtschadensfall.

Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich stets nach den

Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). In der Regel hat der

Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu tragen.

Marktwert

Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge werden üblicherweise nach ihrem

Marktwert versichert.

 Der Marktwert beschreibt den aktuellen Wert des Fahrzeugs am

Spezialmarkt für Liebhaberfahrzeuge, d.h. bei einem An- oder Verkauf

würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt für dieses Fahrzeug der als

Marktwert ermittelte Betrag bezahlt bzw. erzielt.

Es handelt sich dabei um einen Durchschnittspreis am Privatmarkt, der

weder Mehrwertsteuer noch Händlergewinnspanne enthält.

Lediglich bei seltener gehandelten Fahrzeugen und bei Modellen, die

überwiegend über den gewerblichen Handel vertrieben werden, fließen

auch Ergebnisse aus Händlerverkäufen sowie internationale

Auktionsergebnisse als Nettobetrag mit ein.

Der Marktwert bildet die Grundlage für die Versicherungseinstufung

und für die Prämienberechnung im Kasko-Bereich. Er gilt als Taxe

(festgesetzter, vereinbarter Preis) im Sinne des § 76 VVG

(Versicherungsvertragsgesetz).

 Wiederbeschaffungswert

Der Wiederbeschaffungswert beziffert die Summe, die der Geschädigte

im Falle eines Unfalls aufwenden muss, um ein gleichartiges und

gleichwertiges Ersatzfahrzeug kurzfristig zu beschaffen (Grundsatz der

Naturalrestitution, vgl. §249 BGB).

Abgestellt wird dabei auf den Wert zum Zeitpunkt des Unfalls.

Berücksichtigung findet hierbei – im Gegensatz zum Marktwert – vor

allem der gewerbliche Handel, der Wiederbeschaffungswert enthält

somit stets (anteilige) Mehrwertsteuer und die in der jeweiligen

Preisklasse übliche Händlergewinnspanne Restaurationskosten oder

sonstige bisherige Aufwendungen finden hingegen keine

Berücksichtigung.

Der Wiederbeschaffungswert ist insbesondere die Grundlage für die

Abwicklung eines Haftpflichtschadens.

Wiederherstellungswert

Der Wiederherstellungswert bezeichnet die Summe, die sich aus der

Anschaffung sowie der späteren Restaurierung eines Fahrzeugs ergeben

hat -

unabhängig davon, ob sich dieser Preis bei einem Verkauf tatsächlich

am Markt erzielen lässt.

Es handelt sich somit um einen rein rechnerisch ermittelten Wert, der

sich aus der Addition der sicht- oder belegbaren Investitionen ergibt.

Die Differenz zum Marktwert kann daher erheblich sein. Der

Wiederherstellungswert hat vor allem in den Fällen Bedeutung, in denen

ein Fahrzeug überdurchschnittlich langwierig, aufwendig und damit

kostenintensiv restauriert wurde.

Restwert

Dabei handelt es sich um den Wert, den ein Fahrzeug nach einem

Autounfall im nicht reparierten Zustand besitzt.

Zu diesem Betrag können Sie es noch verkaufen. Den Restwert ermittelt

in der Regel ein Sachverständiger durch Schätzung.

Im Haftpflichtschadensfall, also wenn Ihnen ein Schaden zugefügt

wurde, können Sie den Sachverständigen frei wählen und selbst

beauftragen.

Wegen des Restwerts kann es immer mal wieder Streit geben. Denn je

höher er ausfällt, desto billiger wird es für die Versicherung. Dabei reicht

es in der Regel, dass der Sachverständige als Schätzgrundlage drei

Angebote durch z.B. eine Restwertbörse einholt.

Der Restwert muss ab einer Reparaturhöhe von 70% des

Wiederbeschaffungswertes ermittelt und im Gutachten aufgeführt

werden.

130% Regelung

Ein Totalschaden muss nicht heißen, dass Sie Ihr Auto nicht doch

reparieren lassen können.

Das geht, solange die fachgerechte Reparatur nicht teurer ist als der

Wiederbeschaffungswert plus ein Aufschlag von maximal 30 Prozent

.Insgesamt also nicht mehr als 130 Prozent des

Wiederbeschaffungswerts.

Dabei zählen nur die Brutto-Reparaturkosten.   Der Restwert bleibt

außer Betracht. Liegen die Kosten für die Reparatur zwischen 100 und

130 Prozent des Wiederbeschaffungswerts, kann der Geschädigte die

Reparaturkosten nur verlangen, sofern er das Auto nach der Reparatur

noch für einen längeren Zeitraum nutzt.

Dabei reichen sechs Monate aus. Fällig ist der Anspruch auf Ersatz der

Reparaturkosten aber nicht erst nach sechs Monaten, sondern bereits

vorher.

Wirtschaftlicher Totalschaden

Bei einem entstandenen Totalschaden kann das Auto durchaus noch

fahrtüchtig sein.

Allerdings lohnt sich, aus finanzieller Sicht, die Reparatur des

Fahrzeuges nicht. 

Die Reparaturkosten überschreiten den Wert des Fahrzeugs. Liegt ein

solcher Fall vor, muss die Versicherung Ihnen nicht die Kosten der

Reparatur erstatten, sondern die Differenz zwischen

Wiederbeschaffungswert und dem Restwert des Autos.

 Abrechnung auf Neuwagenbasis

Ein Anspruch auf Beschaffung eines Neufahrzeugs anstelle der

Reparaturdurchführung besteht in der Regel nur unter folgenden

Bedingungen:

Zulassungsdauer des beschädigten Fahrzeugs höchstens ein

Monat,Laufleistung des beschädigten Fahrzeugs nicht mehr als 1.000

km,

bei besonders schwerwiegenden Schäden nur ausnahmsweise bis zu

3.000 km

,erhebliche Beschädigungen an tragenden oder anderen

sicherheitsrelevanten Teilen,

Anschaffung eines fabrikneuen Ersatzfahrzeugs.

Bei einem Kalkoschaden gelten die Vertragsvereinbarungen!

Abzüge "neu für alt"

Zwar soll einem Geschädigten ein ungeschmälerter Ersatz des ihm

verursachten Schadens zukommen, jedoch gilt gleichermaßen der

Grundsatz, dass der Geschädigte durch das schädigende Ereignis im

Ergebnis nicht bereichert werden soll.

Bei der Beschädigung einer Sache ist daher zu berücksichtigen, dass der

Eigentümer oftmals durch eine Wiederherstellung Neuteile erhält statt

der im Schadensereignis vorhandenen gebrauchten Teile und dadurch

der Wert der beschädigten Sache gesteigert wird.

Dem Ausgleich dieser Wertsteigerung dienen die Abzüge Neu für Alt, die

dem Schädiger zugute kommen.Ein derartiger Abzug setzt allerdings

voraus, dass durch die neue Sache oder die Wiederherstellung durch

Reparatur ein messbarer Vermögensvorteil entsteht. dies ist z. B. der

Fall, wenn die neue Sache eine merklich längere Lebensdauer hat als die

alte.

Ein Ausgleich ist auch nicht ausnahmslos immer geboten, sondern nur,

wenn eine Anrechnung der Vorteile für den Geschädigten zumutbar ist

und nicht gegen allgemeine rechtliche Wertungen verstößt.

 Fiktive Abrechnung

Zunächst ist nach dem Autounfall ein Sachverständiger notwendig, der

für den Geschädigten mittels Gutachten die Höhe der Entschädigung im

Sinne der notwendigen Reparaturkosten ermittelt.

Die Kosten für das KFZ-Gutachten muss im Übrigen die gegnerische

Versicherung tragen, so dass dieser Weg keine Kosten für den

Unfallgeschädigten verursacht. Dadurch ist der Auszahlungsbetrag für

den Geschädigten im Hinblick auf die Reparaturkosten ermittelt. 

Tritt bei einem Autounfall ein Schaden ein, den der Geschädigte nicht

reparieren lassen will, so kann er sich die durch fiktive Abrechnung auf

Gutachtenbasis ermittelte Schadenssumme (ohne Mehrwertsteuer) von

der gegnerischen Versicherung auszahlen lassen.

Allerdings gelten dabei einige Besonderheiten, zum Beispiel gibt es

keine Nutzungsausfallentschädigung oder Verbringungskosten.Auf den

Auszahlungsbetrag lt. Gutachten, wird außerdem die Umsatzsteuer

nicht bezahlt, da diese ja hinsichtlich der Reparaturkosten tatsächlich

nicht angefallen ist.

 Reparaturkosten

Bei den Reparaturkosten handelt es sich um die Kosten, die für die

Wiederherstellung des vorhandenen Unfallschadens erforderlich sind.

Diese beinhalten die erforderlichen Ersatzteile mit ggf Aufschlag,

Arbeitszeiten & Dienstleistungen, Nebenkosten, Lackieraufwand und

Verbringungskosten.

Zum gesamt Reparaturaufwand gehört auch, falls notwendig eine

Merkantile Wertminderung.

 Merkantile Wertminderung

Der merkantile Minderwert bezieht sich auf den theoretischen

Wertverlust, welcher beim Verkauf des Autos anfallen würde.

Unter dem Aspekt, dass zwei identische Gebrauchtwagen im Markt

angeboten werden, erzielt das unfallfreie Fahrzeug in aller Regel einen

besseren Verkaufspreis als das reparierte Fahrzeug. Gerichte berechnen

die Wertminderung in schwierigen Fällen mit Hilfe eines

Sachverständigengutachtens.

Die Berechnung muss auch neben Alter des Kfz, Kilometerstand,

Wiederbeschaffungswert und Reparaturkosten auch den Zustand des

Fahrzeuges, Anzahl der Vorbesitzer, Anzahl der Vorschäden und vor

allem die Marktgängigkeit berücksichtigen.

.In der älteren Rechtsprechung wurde die Auffassung vertreten,

Wertminderung könne nur bis zu einem Alter des Fahrzeugs von

höchstens fünf Jahren und einer Laufleistung von bis zu 100.000 km

gewährt werden.

Diese Auffassung gilt heute als überholt, da diese Begrenzungen zu

Zeiten (1960er Jahre) eingeführt wurden, in denen Fahrzeuge kaum älter

als 10 Jahre wurden und auch kaum mehr als 100.000 km hielten.

Das heißt, bei guten Fahrzeugzuständen können auch ältere Fahrzeuge

merkantile Wertminderungen erleidenEs gibt unterschiedliche

Berechnungsformeln zur ermittlung der Wertminderung.

Technischer Minderwert

Eine technische Wertminderung liegt vor, wenn es nicht möglich ist, das

Fahrzeug wieder in denselben technisch funktionsfähigen Zustand zu

versetzen, den es vor dem Unfall hatte.

Es bleibt mithin also noch ein Schaden zurück, der nicht repariert

werden kann. Der technische Minderwert kann sich auf die

Gebrauchsfähigkeit, die Betriebssicherheit oder das Aussehen des

Fahrzeugs beziehen.

Automobile heutiger Bauart können durch qualifizierte

Karosseriebetriebe in aller Regel technisch einwandfrei instand gesetzt

werden. Rückverformung statt Austausch, besonders tragender

Fahrzeugteile ("Rahmen") etwa auf Richtbänken, ist ein zulässiger

Instandsetzungsweg. Bei starken Beschädigungen, die keine vollständige

Rückverformung zulassen, sind die betroffenen Bauteile jedoch

auszutauschen.

Sind die beschädigten Rahmenteile aus hochfesten Stählen ausgeführt,

kann durch Rückverformen die Metallstruktur verändert und die

Festigkeit herabgesetzt werden. Auch in diesem Fall sind die betroffenen

Bauteile in der Regel auszutauschen.Es ist jedoch auch beispielsweise

möglich, dass sich das Leergewicht eines Lkw durch eine fachmännische

Rahmenreparatur erhöht und damit die Nutzlast sinkt. Das stellt dann

eine technische Wertminderung dar.

 Nutzungsausfall oder Mietwagen

Ist ein Fahrzeug nach einem Verkehrsunfall beschädigt, steht es dem

Halter nicht mehr zur Nutzung zur Verfügung.

Für die Zeit der Reparatur oder im Fall eines Totalschadens für den

Zeitraum einer Ersatzbeschaffung, kann der Halter als Geschädigter

wählen zwischen der Inanspruchnahme eines Mietwagens oder

alternativ Nutzungsausfall geltend machen.

Die Problematik, nach einem Unfall Nutzungsausfall zu verlangen,

besteht darin, dass Haftpflichtversicherer naturgemäß

Schadenspositionen wie Nutzungsausfall regelmäßig beanstanden und

es im Einzelfall auf viele Details ankommt.

Es darf immer ein vergleichbares Fahrzeug zu jenem gewählt werden,

Vorhaltekosten

Vorhaltekosten sind die Kosten, die ein Gewerbetreibender für die

Bereitstellung eines Ersatzfahrzeuges aufwenden muss, sofern der

Betrieb entsprechende Ersatzfahrzeuge im Fuhrpark bevorratet

("vorhaltet").Sollte dies nicht der Fall sein und kein Mietwagen in

Anspruch genommen werden, muss differenziert werden.

1.Fahrzeug dient unmittelbar der Gewinnerzielung.Hierbei ist der

entgangene Gewinn zu ermitteln zuzüglich der Fixkosten für das nicht

einsatzfähige Fahrzeug.

2. Fahrzeug dient mittelbar der Gewinnerzielung und führt beim Ausfall

zur Beeinträchtigung des betrieblichen Ablaufes.

Hier ist Nutzungsausfall in Ansatz zu bringen.

 Vorschaden

Unter Vorschaden versteht man, das am Fahrzeug bereits ein oder

mehrere Unfallschäden repariert wurden.

Darunter können auch Schönheitsreparaturen füren. Die

Nachlackierungen müssen ermittelt und im Gutachten vermerkt

werden.

 Altschaden

Ein Altschaden ist ein unreparierter Schaden am Fahrzeug.Daruter

Fallen auch kleinere Beschädigungen wie z.B. Dellen und Kratzer und

alles was über einen normalen Gebrauch hinaus geht.Gebrauchspuren

liegen im Auge des Betrachters.

Diese werden von einem Sachverständigen anhand der

Fahrzeuglaufleistung und des Fahrzeugalters berücksichtigt.

Verbringungskosten / Überführungskosten zu

Lackiererei

Nicht immer ist die ausgesuchte Werkstatt des Geschädigten in der

Lage, Lackierungsarbeiten selbst durchzuführen.

Durch das Verbringen des Fahrzeugs aus der beauftragten Werkstatt in

eine Lackiererei entstehen dann Mehr(transport- und

Arbeitszeit)kosten.Auf den Ersatz solcher Kosten hat der Geschädigte

auf jeden Fall Anspruch, wenn sie konkret entstanden sind.

 Ersatzteilaufschläge bei den Reparaturkosten (UPE)

Die meisten Fahrzeughersteller geben für ihre Ersatzteile gegenüber den

Werkstätten unverbindliche Preisempfehlungen (sog. UPE) ab, an die

sich die Ersatzteilhändler und Werkstätten aber nicht zu halten

brauchen.

Deshalb werden vielfach örtlich noch sog. UPE-Aufschläge gemacht, d. h.

es werden bestimmte Prozentsätze (meist 10 bis 20 %) auf die

empfohlenen Richtpreise aufgeschlagen.

Die Sachverständigen kalkulieren den notwendigen Reparaturumfang

regelmäßig so, daß sie die Aufschläge bei den Ersatzteilen

berücksichtigen. Rechnet der Geschädigte nun nicht konkret nach

durchgeführter Reparatur ab, sondern wählt die sog. fiktive

Schadensabrechnung (also auf Gutachter- bzw. Kostenanschlagbasis),

dann stellt sich die Frage, ob er nur die vom Werk empfohlenen

Ersatzteilpreise oder auch zusätzlich den ortsüblichen Aufschlag

verlangen kann.

Die wohl eher überwiegende Zahl der Gerichte billigt dem Geschädigten

die Ersatzteilpreise einschließlich des Aufschlags zu, während ein Teil

der Rechtsprechung diesen Aufschlag nicht gewährt.

Zustandsnoten

Zustandsnote 1

Makelloses Fahrzeug, an dem sich auch bei genauester Prüfung keinerlei

(!) Mängel an Optik oder Technik finden.

Ein Fahrzeug, dessen Restauration in allen Punkten den absoluten

Höchststand des heute handwerklich Machbaren darstellt und daher

einen enormen finanziellen Aufwand erfordert. Extrem selten.(Übertrifft

deutlich den Qualitätsstandard der heute üblichen

Großserienproduktion)

Zustandsnote 2

Sehr gutes, mängelfreies Fahrzeug im original erhaltenen oder

aufwändig restauriertem Zustand ohne Fehlteile und mit allenfalls

leichten Gebrauchsspuren.(Entspricht einem 3 bis 8 Jahre alten, optimal

gepflegten Mittelklassewagen mit einer Laufleistung von maximal

50.000 bis 100.000km)

Zustandsnote 3

Gebrauchtes Fahrzeug im ordentlichen Zustand, das normale Spuren

der Jahre oder einzelne, kleinere Mängel zeigt. Uneingeschränkt

fahrbereit, ohne Durchrostungen und ohne sofort notwendige

Instandsetzungsarbeiten.(Entspricht einem 8 bis 12 Jahre alten, optimal

gepflegten Mittelklassewagen mit einer Laufleistung von 100.000 bis

200.000km)

Zustandsnote 4

Verbrauchtes Fahrzeug mit deutlich erkennbaren Mängeln, das nur

eingeschränkt fahrbereit ist oder an dem sofortige, einfach

durchzuführende Arbeiten notwendig sind. Kann leichte bis mittlere

Durchrostungen oder Fehlteile aufweisen.(Entspricht einem 12 bis 20

Jahre alten, durchschnittlich gepflegten Mittelklassewagen mit einer

Laufleistung über 250.000km)

Zustandsnote 5

Restaurierungsobjekt im nicht fahrbereiten oder (teil)zerlegtem Zustand

mit zahlreichen Fehlteilen, das nur mit größeren Investitionen wieder

aufgebaut werden kann.(Entspricht einem über 20 Jahre alten, schlecht

gepflegten Mittelklassewagen mit über 300.000 Kilometer Laufleistung,

bei dem der anstehende Prüftermin zur Hauptuntersuchung das Aus

bedeutet bzw. technische Defekte die Nutzung aus wirtschaftlicher Sicht

beenden)

Hinweis Unrestaurierte Fahrzeuge mit einer überdurchschnittlich

niedrigen Laufleistung in nur leicht patiniertem Originalzustand

entziehen sich dem üblichen Bewertungsschema. Ihr Wert kann daher

den sich durch die reine Zustandsnote ergebenden Wert deutlich

übersteigen.

 H-Kennzeichen

Das H-Kennzeichen gibt es in Deutschland seit 1997. Mit einem H-

Kennzeichen können Fahrzeuge ausgestattet werden, die älter als 30

Jahre und im guten Zustand sind. Nicht jedes Auto, das alt ist, ist auch

ein Oldtimer. Nach deutschem Verkehrsrecht müssen für die Oldtimer-

Kennzeichen bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Vorteile im Überblick:

        günstigere Kfz-Steuer

        preiswerter Kfz-Versicherungsschutz

        Autos dürfen ohne Katalysator gefahren werden.

        Umweltzonen dürfen passiert werden.

Oldtimer müssen für das H-Kennzeichen folgende Bedingungen erfüllen:

        mindestens 30 Jahre alt (Erstzulassung)

        bestandenes Oldtimer Gutachten (Originalzustand / guter Erhalt)

        Hauptuntersuchung

 07-Kennzeichen - Rote Nummernschilder für Oldtimer

Für Besitzer von Oldtimern hat die Bundesregierung Anfang der 90er

Jahre ein besonderes Kennzeichen für die Kurzzeitzulassung von

Fahrzeugen mit Oldtimergutachten eingeführt, das sog. 07-Kennzeichen

(die rote Nummer).

Vorteile

        Regelmäßige Besuche beim TÜV entfallen

        Nur ein Kennzeichen für mehrere Fahrzeuge

        Keine Plakette benötigt, freie Fahrt in Umweltzonen

        Pauschale Besteuerung, günstig für Oldtimer Sammler

Voraussetzung

        Mindestalter von 30 Jahren

        Spezielles Oldtimergutachten

        Original bzw. originalgetreuer Zustand

© 2017 KFZ Sachverständigenbüro Kreitner
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Haftpflichtschaden

Im Haftpflichtschadensfall ist der

Unfallverursacher verpflichtet, dem

Unfallopfer gemäß § 249 BGB den

Schaden zu ersetzen, den er

unfallbedingt erlitten hat. Der

Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie er

stehen würde, wenn der Unfall nicht

eingetreten wäre.

 Im Haftpflichtschadenfall tritt Kraft

Gesetzes an die Stelle des Schädigers die

Haftpflichtversicherung des

Unfallbeteiligten (§ 3

Pflichtversicherungsgesetz). Beim

Haftpflichtschadensfall werden

Schadenersatzansprüche geltend

gemacht. Hiervon klar zu unterscheiden,

sind vertragliche Ansprüche aus der

eigenen Kaskoversicherung.

1. Freie Wahl eines Kfz-Sachverständigen

2.Freie Wahl eines Rechtsanwaltes

3. Freie Wahl der Reparaturwerkstätte

4.Wahlweise Erstattung der

Reparaturkosten

5. Freie Wahl bei der Beschaffung eines

Mietwagens bei eindeutiger Rechtslage

sind sämtliche Kosten für die oben

genannten Leistungen Teil des

Gesamtschadens und müssen von der

gegnerischen Versicherung in vollem

Umfang beglichen werden.

Der Geschädigte benötigt keine eigene

Rechtschutzversicherung um z.B. einen

Rechtsanwalt für die Abwicklung obiger

Forderungen zu beauftragen.

Der Geschädigte kann die gesamte

Abwicklung selbst veranlassen und ist

nicht verpflichtet vorher Kontakt zur

Versicherung des Unfallgegners

aufzunehmen, noch hat er die Pflicht

irgendwelche Zustimmungen der

gegnerischen Versicherung abzuwarten.

Kaskoschaden

Im Kaskoschadensfall hat der

Versicherungsnehmer bei einem selbst

verschuldeten Unfall gemäß den

Versicherungsbedingungen Anspruch auf

Ersatz der unfallbedingten Schäden.

Es handelt sich hier ausschließlich um

vertragliche Ansprüche, die streng zu

trennen sind von den

Schadenersatzansprüchen im

Haftpflichtschadensfall.

Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich

stets nach den

Versicherungsbedingungen

(Kaskobedingungen). In der Regel hat der

Versicherungsnehmer eine

Selbstbeteiligung zu tragen.

Marktwert

Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge

werden üblicherweise nach ihrem

Marktwert versichert.

 Der Marktwert beschreibt den aktuellen

Wert des Fahrzeugs am Spezialmarkt für

Liebhaberfahrzeuge, d.h. bei einem An-

oder Verkauf würde zum gegenwärtigen

Zeitpunkt für dieses Fahrzeug der als

Marktwert ermittelte Betrag bezahlt bzw.

erzielt.

Es handelt sich dabei um einen

Durchschnittspreis am Privatmarkt, der

weder Mehrwertsteuer noch

Händlergewinnspanne enthält.

Lediglich bei seltener gehandelten

Fahrzeugen und bei Modellen, die

überwiegend über den gewerblichen

Handel vertrieben werden, fließen auch

Ergebnisse aus Händlerverkäufen sowie

internationale Auktionsergebnisse als

Nettobetrag mit ein.

Der Marktwert bildet die Grundlage für

die Versicherungseinstufung und für die

Prämienberechnung im Kasko-Bereich. Er

gilt als Taxe (festgesetzter, vereinbarter

Preis) im Sinne des § 76 VVG

(Versicherungsvertragsgesetz).

 Wiederbeschaffungswert

Der Wiederbeschaffungswert beziffert

die Summe, die der Geschädigte im Falle

eines Unfalls aufwenden muss, um ein

gleichartiges und gleichwertiges

Ersatzfahrzeug kurzfristig zu beschaffen

(Grundsatz der Naturalrestitution, vgl.

§249 BGB).

Abgestellt wird dabei auf den Wert zum

Zeitpunkt des Unfalls. Berücksichtigung

findet hierbei – im Gegensatz zum

Marktwert – vor allem der gewerbliche

Handel, der Wiederbeschaffungswert

enthält somit stets (anteilige)

Mehrwertsteuer und die in der jeweiligen

Preisklasse übliche

Händlergewinnspanne

Restaurationskosten oder sonstige

bisherige Aufwendungen finden

hingegen keine Berücksichtigung.

Der Wiederbeschaffungswert ist

insbesondere die Grundlage für die

Abwicklung eines Haftpflichtschadens.

Wiederherstellungswert

Der Wiederherstellungswert bezeichnet

die Summe, die sich aus der Anschaffung

sowie der späteren Restaurierung eines

Fahrzeugs ergeben hat -

unabhängig davon, ob sich dieser Preis

bei einem Verkauf tatsächlich am Markt

erzielen lässt.

Es handelt sich somit um einen rein

rechnerisch ermittelten Wert, der sich

aus der Addition der sicht- oder

belegbaren Investitionen ergibt.

Die Differenz zum Marktwert kann daher

erheblich sein. Der

Wiederherstellungswert hat vor allem in

den Fällen Bedeutung, in denen ein

Fahrzeug überdurchschnittlich

langwierig, aufwendig und damit

kostenintensiv restauriert wurde.

Restwert

Dabei handelt es sich um den Wert, den

ein Fahrzeug nach einem Autounfall im

nicht reparierten Zustand besitzt.

Zu diesem Betrag können Sie es noch

verkaufen. Den Restwert ermittelt in der

Regel ein Sachverständiger durch

Schätzung.

Im Haftpflichtschadensfall, also wenn

Ihnen ein Schaden zugefügt wurde,

können Sie den Sachverständigen frei

wählen und selbst beauftragen.

Wegen des Restwerts kann es immer mal

wieder Streit geben. Denn je höher er

ausfällt, desto billiger wird es für die

Versicherung. Dabei reicht es in der

Regel, dass der Sachverständige als

Schätzgrundlage drei Angebote durch z.B.

eine Restwertbörse einholt.

Der Restwert muss ab einer

Reparaturhöhe von 70% des

Wiederbeschaffungswertes ermittelt und

im Gutachten aufgeführt werden.

130% Regelung

Ein Totalschaden muss nicht heißen, dass

Sie Ihr Auto nicht doch reparieren lassen

können.

Das geht, solange die fachgerechte

Reparatur nicht teurer ist als der

Wiederbeschaffungswert plus ein

Aufschlag von maximal 30 Prozent

.Insgesamt also nicht mehr als 130

Prozent des Wiederbeschaffungswerts.

Dabei zählen nur die Brutto-

Reparaturkosten.   Der Restwert bleibt

außer Betracht. Liegen die Kosten für die

Reparatur zwischen 100 und 130 Prozent

des Wiederbeschaffungswerts, kann der

Geschädigte die Reparaturkosten nur

verlangen, sofern er das Auto nach der

Reparatur noch für einen längeren

Zeitraum nutzt.

Dabei reichen sechs Monate aus. Fällig ist

der Anspruch auf Ersatz der

Reparaturkosten aber nicht erst nach

sechs Monaten, sondern bereits vorher.

Wirtschaftlicher Totalschaden

Bei einem entstandenen Totalschaden

kann das Auto durchaus noch fahrtüchtig

sein.

Allerdings lohnt sich, aus finanzieller

Sicht, die Reparatur des Fahrzeuges

nicht. 

Die Reparaturkosten überschreiten den

Wert des Fahrzeugs. Liegt ein solcher Fall

vor, muss die Versicherung Ihnen nicht

die Kosten der Reparatur erstatten,

sondern die Differenz zwischen

Wiederbeschaffungswert und dem

Restwert des Autos.

 Abrechnung auf

Neuwagenbasis

Ein Anspruch auf Beschaffung eines

Neufahrzeugs anstelle der

Reparaturdurchführung besteht in der

Regel nur unter folgenden Bedingungen:

Zulassungsdauer des beschädigten

Fahrzeugs höchstens ein

Monat,Laufleistung des beschädigten

Fahrzeugs nicht mehr als 1.000 km,

bei besonders schwerwiegenden

Schäden nur ausnahmsweise bis zu 3.000

km

,erhebliche Beschädigungen an

tragenden oder anderen

sicherheitsrelevanten Teilen,

Anschaffung eines fabrikneuen

Ersatzfahrzeugs.

Bei einem Kalkoschaden gelten die

Vertragsvereinbarungen!

Abzüge "neu für alt"

Zwar soll einem Geschädigten ein

ungeschmälerter Ersatz des ihm

verursachten Schadens zukommen,

jedoch gilt gleichermaßen der Grundsatz,

dass der Geschädigte durch das

schädigende Ereignis im Ergebnis nicht

bereichert werden soll.

Bei der Beschädigung einer Sache ist

daher zu berücksichtigen, dass der

Eigentümer oftmals durch eine

Wiederherstellung Neuteile erhält statt

der im Schadensereignis vorhandenen

gebrauchten Teile und dadurch der Wert

der beschädigten Sache gesteigert wird.

Dem Ausgleich dieser Wertsteigerung

dienen die Abzüge Neu für Alt, die dem

Schädiger zugute kommen.Ein derartiger

Abzug setzt allerdings voraus, dass durch

die neue Sache oder die

Wiederherstellung durch Reparatur ein

messbarer Vermögensvorteil entsteht.

dies ist z. B. der Fall, wenn die neue

Sache eine merklich längere Lebensdauer

hat als die alte.

Ein Ausgleich ist auch nicht ausnahmslos

immer geboten, sondern nur, wenn eine

Anrechnung der Vorteile für den

Geschädigten zumutbar ist und nicht

gegen allgemeine rechtliche Wertungen

verstößt.

 Fiktive Abrechnung

Zunächst ist nach dem Autounfall ein

Sachverständiger notwendig, der für den

Geschädigten mittels Gutachten die

Höhe der Entschädigung im Sinne der

notwendigen Reparaturkosten ermittelt.

Die Kosten für das KFZ-Gutachten muss

im Übrigen die gegnerische Versicherung

tragen, so dass dieser Weg keine Kosten

für den Unfallgeschädigten verursacht.

Dadurch ist der Auszahlungsbetrag für

den Geschädigten im Hinblick auf die

Reparaturkosten ermittelt. 

Tritt bei einem Autounfall ein Schaden

ein, den der Geschädigte nicht reparieren

lassen will, so kann er sich die durch

fiktive Abrechnung auf Gutachtenbasis

ermittelte Schadenssumme (ohne

Mehrwertsteuer) von der gegnerischen

Versicherung auszahlen lassen.

Allerdings gelten dabei einige

Besonderheiten, zum Beispiel gibt es

keine Nutzungsausfallentschädigung

oder Verbringungskosten.Auf den

Auszahlungsbetrag lt. Gutachten, wird

außerdem die Umsatzsteuer nicht

bezahlt, da diese ja hinsichtlich der

Reparaturkosten tatsächlich nicht

angefallen ist.

 Reparaturkosten

Bei den Reparaturkosten handelt es sich

um die Kosten, die für die

Wiederherstellung des vorhandenen

Unfallschadens erforderlich sind.

Diese beinhalten die erforderlichen

Ersatzteile mit ggf Aufschlag,

Arbeitszeiten & Dienstleistungen,

Nebenkosten, Lackieraufwand und

Verbringungskosten.

Zum gesamt Reparaturaufwand gehört

auch, falls notwendig eine Merkantile

Wertminderung.

 Merkantile Wertminderung

Der merkantile Minderwert bezieht sich

auf den theoretischen Wertverlust,

welcher beim Verkauf des Autos anfallen

würde.

Unter dem Aspekt, dass zwei identische

Gebrauchtwagen im Markt angeboten

werden, erzielt das unfallfreie Fahrzeug

in aller Regel einen besseren

Verkaufspreis als das reparierte

Fahrzeug. Gerichte berechnen die

Wertminderung in schwierigen Fällen mit

Hilfe eines Sachverständigengutachtens.

Die Berechnung muss auch neben Alter

des Kfz, Kilometerstand,

Wiederbeschaffungswert und

Reparaturkosten auch den Zustand des

Fahrzeuges, Anzahl der Vorbesitzer,

Anzahl der Vorschäden und vor allem die

Marktgängigkeit berücksichtigen.

.In der älteren Rechtsprechung wurde die

Auffassung vertreten, Wertminderung

könne nur bis zu einem Alter des

Fahrzeugs von höchstens fünf Jahren und

einer Laufleistung von bis zu 100.000 km

gewährt werden.

Diese Auffassung gilt heute als überholt,

da diese Begrenzungen zu Zeiten (1960er

Jahre) eingeführt wurden, in denen

Fahrzeuge kaum älter als 10 Jahre

wurden und auch kaum mehr als 100.000

km hielten.

Das heißt, bei guten Fahrzeugzuständen

können auch ältere Fahrzeuge

merkantile Wertminderungen erleidenEs

gibt unterschiedliche

Berechnungsformeln zur ermittlung der

Wertminderung.

Technischer Minderwert

Eine technische Wertminderung liegt vor,

wenn es nicht möglich ist, das Fahrzeug

wieder in denselben technisch

funktionsfähigen Zustand zu versetzen,

den es vor dem Unfall hatte.

Es bleibt mithin also noch ein Schaden

zurück, der nicht repariert werden kann.

Der technische Minderwert kann sich auf

die Gebrauchsfähigkeit, die

Betriebssicherheit oder das Aussehen

des Fahrzeugs beziehen.

Automobile heutiger Bauart können

durch qualifizierte Karosseriebetriebe in

aller Regel technisch einwandfrei instand

gesetzt werden. Rückverformung statt

Austausch, besonders tragender

Fahrzeugteile ("Rahmen") etwa auf

Richtbänken, ist ein zulässiger

Instandsetzungsweg. Bei starken

Beschädigungen, die keine vollständige

Rückverformung zulassen, sind die

betroffenen Bauteile jedoch

auszutauschen.

Sind die beschädigten Rahmenteile aus

hochfesten Stählen ausgeführt, kann

durch Rückverformen die Metallstruktur

verändert und die Festigkeit

herabgesetzt werden. Auch in diesem Fall

sind die betroffenen Bauteile in der Regel

auszutauschen.Es ist jedoch auch

beispielsweise möglich, dass sich das

Leergewicht eines Lkw durch eine

fachmännische Rahmenreparatur erhöht

und damit die Nutzlast sinkt. Das stellt

dann eine technische Wertminderung

dar.

 Nutzungsausfall oder

Mietwagen

Ist ein Fahrzeug nach einem

Verkehrsunfall beschädigt, steht es dem

Halter nicht mehr zur Nutzung zur

Verfügung.

Für die Zeit der Reparatur oder im Fall

eines Totalschadens für den Zeitraum

einer Ersatzbeschaffung, kann der Halter

als Geschädigter wählen zwischen der

Inanspruchnahme eines Mietwagens

oder alternativ Nutzungsausfall geltend

machen.

Die Problematik, nach einem Unfall

Nutzungsausfall zu verlangen, besteht

darin, dass Haftpflichtversicherer

naturgemäß Schadenspositionen wie

Nutzungsausfall regelmäßig

beanstanden und es im Einzelfall auf

viele Details ankommt.

Es darf immer ein vergleichbares

Fahrzeug zu jenem gewählt werden,

Vorhaltekosten

Vorhaltekosten sind die Kosten, die ein

Gewerbetreibender für die Bereitstellung

eines Ersatzfahrzeuges aufwenden muss,

sofern der Betrieb entsprechende

Ersatzfahrzeuge im Fuhrpark bevorratet

("vorhaltet").Sollte dies nicht der Fall sein

und kein Mietwagen in Anspruch

genommen werden, muss differenziert

werden.

1.Fahrzeug dient unmittelbar der

Gewinnerzielung.Hierbei ist der

entgangene Gewinn zu ermitteln

zuzüglich der Fixkosten für das nicht

einsatzfähige Fahrzeug.

2. Fahrzeug dient mittelbar der

Gewinnerzielung und führt beim Ausfall

zur Beeinträchtigung des betrieblichen

Ablaufes.

Hier ist Nutzungsausfall in Ansatz zu

bringen.

 Vorschaden

Unter Vorschaden versteht man, das am

Fahrzeug bereits ein oder mehrere

Unfallschäden repariert wurden.

Darunter können auch

Schönheitsreparaturen füren. Die

Nachlackierungen müssen ermittelt und

im Gutachten vermerkt werden.

 Altschaden

Ein Altschaden ist ein unreparierter

Schaden am Fahrzeug.Daruter Fallen

auch kleinere Beschädigungen wie z.B.

Dellen und Kratzer und alles was über

einen normalen Gebrauch hinaus

geht.Gebrauchspuren liegen im Auge des

Betrachters.

Diese werden von einem

Sachverständigen anhand der

Fahrzeuglaufleistung und des

Fahrzeugalters berücksichtigt.

Verbringungskosten /

Überführungskosten zu

Lackiererei

Nicht immer ist die ausgesuchte

Werkstatt des Geschädigten in der Lage,

Lackierungsarbeiten selbst

durchzuführen.

Durch das Verbringen des Fahrzeugs aus

der beauftragten Werkstatt in eine

Lackiererei entstehen dann

Mehr(transport- und

Arbeitszeit)kosten.Auf den Ersatz solcher

Kosten hat der Geschädigte auf jeden Fall

Anspruch, wenn sie konkret entstanden

sind.

 Ersatzteilaufschläge bei den

Reparaturkosten (UPE)

Die meisten Fahrzeughersteller geben für

ihre Ersatzteile gegenüber den

Werkstätten unverbindliche

Preisempfehlungen (sog. UPE) ab, an die

sich die Ersatzteilhändler und

Werkstätten aber nicht zu halten

brauchen.

Deshalb werden vielfach örtlich noch sog.

UPE-Aufschläge gemacht, d. h. es werden

bestimmte Prozentsätze (meist 10 bis 20

%) auf die empfohlenen Richtpreise

aufgeschlagen.

Die Sachverständigen kalkulieren den

notwendigen Reparaturumfang

regelmäßig so, daß sie die Aufschläge bei

den Ersatzteilen berücksichtigen.

Rechnet der Geschädigte nun nicht

konkret nach durchgeführter Reparatur

ab, sondern wählt die sog. fiktive

Schadensabrechnung (also auf

Gutachter- bzw. Kostenanschlagbasis),

dann stellt sich die Frage, ob er nur die

vom Werk empfohlenen Ersatzteilpreise

oder auch zusätzlich den ortsüblichen

Aufschlag verlangen kann.

Die wohl eher überwiegende Zahl der

Gerichte billigt dem Geschädigten die

Ersatzteilpreise einschließlich des

Aufschlags zu, während ein Teil der

Rechtsprechung diesen Aufschlag nicht

gewährt.

Zustandsnoten

Zustandsnote 1

Makelloses Fahrzeug, an dem sich auch

bei genauester Prüfung keinerlei (!)

Mängel an Optik oder Technik finden.

Ein Fahrzeug, dessen Restauration in

allen Punkten den absoluten

Höchststand des heute handwerklich

Machbaren darstellt und daher einen

enormen finanziellen Aufwand erfordert.

Extrem selten.(Übertrifft deutlich den

Qualitätsstandard der heute üblichen

Großserienproduktion)

Zustandsnote 2

Sehr gutes, mängelfreies Fahrzeug im

original erhaltenen oder aufwändig

restauriertem Zustand ohne Fehlteile

und mit allenfalls leichten

Gebrauchsspuren.(Entspricht einem 3 bis

8 Jahre alten, optimal gepflegten

Mittelklassewagen mit einer Laufleistung

von maximal 50.000 bis 100.000km)

Zustandsnote 3

Gebrauchtes Fahrzeug im ordentlichen

Zustand, das normale Spuren der Jahre

oder einzelne, kleinere Mängel zeigt.

Uneingeschränkt fahrbereit, ohne

Durchrostungen und ohne sofort

notwendige

Instandsetzungsarbeiten.(Entspricht

einem 8 bis 12 Jahre alten, optimal

gepflegten Mittelklassewagen mit einer

Laufleistung von 100.000 bis 200.000km)

Zustandsnote 4

Verbrauchtes Fahrzeug mit deutlich

erkennbaren Mängeln, das nur

eingeschränkt fahrbereit ist oder an dem

sofortige, einfach durchzuführende

Arbeiten notwendig sind. Kann leichte bis

mittlere Durchrostungen oder Fehlteile

aufweisen.(Entspricht einem 12 bis 20

Jahre alten, durchschnittlich gepflegten

Mittelklassewagen mit einer Laufleistung

über 250.000km)

Zustandsnote 5

Restaurierungsobjekt im nicht

fahrbereiten oder (teil)zerlegtem Zustand

mit zahlreichen Fehlteilen, das nur mit

größeren Investitionen wieder aufgebaut

werden kann.(Entspricht einem über 20

Jahre alten, schlecht gepflegten

Mittelklassewagen mit über 300.000

Kilometer Laufleistung, bei dem der

anstehende Prüftermin zur

Hauptuntersuchung das Aus bedeutet

bzw. technische Defekte die Nutzung aus

wirtschaftlicher Sicht beenden)

Hinweis Unrestaurierte Fahrzeuge mit

einer überdurchschnittlich niedrigen

Laufleistung in nur leicht patiniertem

Originalzustand entziehen sich dem

üblichen Bewertungsschema. Ihr Wert

kann daher den sich durch die reine

Zustandsnote ergebenden Wert deutlich

übersteigen.

 H-Kennzeichen

Das H-Kennzeichen gibt es in

Deutschland seit 1997. Mit einem H-

Kennzeichen können Fahrzeuge

ausgestattet werden, die älter als 30

Jahre und im guten Zustand sind. Nicht

jedes Auto, das alt ist, ist auch ein

Oldtimer. Nach deutschem Verkehrsrecht

müssen für die Oldtimer-Kennzeichen

bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Vorteile im Überblick:

        günstigere Kfz-Steuer

        preiswerter Kfz-Versicherungsschutz

        Autos dürfen ohne Katalysator

gefahren werden.

        Umweltzonen dürfen passiert

werden.

Oldtimer müssen für das H-Kennzeichen

folgende Bedingungen erfüllen:

        mindestens 30 Jahre alt

(Erstzulassung)

        bestandenes Oldtimer Gutachten

(Originalzustand / guter Erhalt)

        Hauptuntersuchung

 07-Kennzeichen - Rote

Nummernschilder für Oldtimer

Für Besitzer von Oldtimern hat die

Bundesregierung Anfang der 90er Jahre

ein besonderes Kennzeichen für die

Kurzzeitzulassung von Fahrzeugen mit

Oldtimergutachten eingeführt, das sog.

07-Kennzeichen (die rote Nummer).

Vorteile

        Regelmäßige Besuche beim TÜV

entfallen

        Nur ein Kennzeichen für mehrere

Fahrzeuge

        Keine Plakette benötigt, freie Fahrt in

Umweltzonen

        Pauschale Besteuerung, günstig für

Oldtimer Sammler

Voraussetzung

        Mindestalter von 30 Jahren

        Spezielles Oldtimergutachten

        Original bzw. originalgetreuer

Zustand

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